†Schlecker
Anton Schlecker eröffnete 1975 seinen ersten Drogeriemarkt in Kirchheim unter Teck; 1984 gab es bereits 1.000 Filialen. Europas größte Drogeriekette verpasste die Modernisierung ihres Filialkonzepts und stellte am 23. Januar 2012 Insolvenz an.
†Tengelmann
Aus einem Kolonialwarenhandel in Mülheim an der Ruhr entstanden, eröffnete Tengelmann 1893 seine erste Filiale in Düsseldorf. Nach der Übernahme von Kaiser's 1971 gingen die Supermärkte zum 1. Januar 2017 an Edeka und Rewe über.
†Kaisers
Aus dem Kolonialwarengeschäft der Familie Kaiser in Viersen entstand 1881 Kaiser's Kaffee-Geschäft. Tengelmann übernahm die Kette 1971; zuletzt arbeiteten rund 15.000 Menschen in mehr als 550 Filialen, die 2017 an Edeka und Rewe gingen.
†Horten
Helmut Horten übernahm 1936 in Duisburg das Warenhaus Gebrüder Alsberg und baute die viertgrößte deutsche Warenhauskette auf. 1994 kaufte Kaufhof die Häuser; sie wurden in den Folgejahren schrittweise umbenannt.
†Hertie
Hermann Tietz eröffnete 1882 in Gera ein Textilgeschäft; der Name Hertie entstand während der nationalsozialistischen Verdrängung der jüdischen Eigentümer. 1994 übernahm Karstadt den Konzern; eine spätere Kette dieses Namens schloss 2009 nach Insolvenz.
†Karstadt
Rudolph Karstadt eröffnete 1881 in Wismar ein Tuch- und Manufakturgeschäft und baute daraus eine bundesweite Warenhauskette. Seit 2019 tritt das Unternehmen gemeinsam mit Kaufhof als Galeria auf; seit 2021 bleibt nur der Name Galeria.
†Divi
Die divi-SB-Warenhäuser der Westdeutschen Discount-Handels GmbH gingen 1970 in die Deutsche SB-Kauf auf. Ab 1992 flossen die Standorte in die neu geschaffene SB-Warenhausmarke Real ein.
†Real
Real entstand 1992 aus dem Zusammenschluss mehrerer SB-Warenhausketten, darunter divi, und vereinte Lebensmittel- mit großem Non-Food-Sortiment. Nach Verkäufen und Insolvenz schlossen die verbliebenen Märkte unter „Mein Real“ mit dem letzten Verkaufstag am 23. März 2024.
†Coop
Die co op AG bündelte ab 1972 zahlreiche westdeutsche Konsumgenossenschaften und beschäftigte zuletzt rund 50.000 Menschen. Nach dem co-op-Skandal 1988 wurde der Konzern ab 1989 zerschlagen und die Filialen an andere Händler vergeben.
Minimal
†Minimal
miniMAL stand für Lebensmittel-Vollsortimenter der Leibbrand-Gruppe, an der sich Rewe ab 1974 beteiligte und die es 1989 vollständig übernahm. In den Folgejahren wurden die Märkte auf den Rewe-Namen umgestellt; 2006 verschwand die Marke.
Ihr Platz
†Ihr Platz
Ihr Platz ging 1895 aus einer Osnabrücker Seifenfabrik hervor und hieß zeitweise „der seifen-platz“. Nach der Übernahme durch Schlecker 2007 folgte 2012 die Insolvenz; die letzten regulären Filialen schlossen im August.
Hallhuber
†Hallhuber
Josef und Klaus Hallhuber eröffneten 1977 in München ein Modegeschäft; daraus wurde ein international tätiger Damenmodefilialist. Nach mehreren Insolvenzen scheiterte 2023 die erneute Sanierung; 2024 schlossen Filialen und Onlineshop.
†Plus
Die Tengelmann-Gruppe gründete 1972 den Discounter Plus, der mit zeitweise rund 2.900 Filialen zu den größten Lebensmittel-Discountern Deutschlands zählte. 2007 übernahm Edeka die Mehrheit; bis 2010 wurden die Filialen auf Netto Marken-Discount umgestellt.
†Praktiker
Die Metro-Gruppe eröffnete 1979 in Kirkel den ersten Praktiker-Baumarkt; mit dem Slogan „Isch glaube, der Preis wird nett“ wurde die Kette einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren folgte im November 2013 der Insolvenzantrag; die deutschen Märkte schlossen bis 2014. Der Markenname lebt in Griechenland und Ungarn weiter.